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03.07.2009  
 
 
 
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Gröden Allgemeines

Lage,

das grödner tal, mit weissen spitzenSpricht man von Gröden, so meint man vielmehr das Grödner Tal (ital. Val Gardena, lad. Gherdëina). Dieses knapp 30 km lange Tal zweigt unweit südlich von Klausen (bei Waidbruck) östlich vom Eisacktal ab. Die wichtigsten Ortschaften des Tales sind St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein.
Gröden ist Inbegriff der landschaftlichen Schönheit der Dolomiten, die geprägt wird vom hoch aufragenden Langkofel (3.181 m) und dem monumentalen Block der Sellagruppe und somit erklärtes Ziel von Wanderungen und Hochgebirgstouren ist. Vor allem ist das Tal aber an seinem Ende nicht zu Ende: Sowohl über das Grödner Joch als auch über das Sellajoch führen die Straßen weiter in das faszinierende Zentrum der Dolomiten, wo man sich rings von den absonderlichsten und eindrucksvollsten Felsformationen wie Wänden, Scharten und Türmen umgeben sieht.
Heute ist das Grödner Tal ein weltberühmtes Wintersportgebiet, das nicht nur von Skifahrern mit höchsten Ansprüchen besonders geschätzt und frequentiert ist.

grödner trachten tradition Ladinisch, die dritte Landessprache,

Aufgrund der einstmaligen Abgeschiedenheit des Grödner Tales hat sich eine eigene Sprache erhalten, das Ladinische, einer rätoromanischen Sprache, die sich nach der Romanisierung des Gebiets aus dem Vulgärlatein und aus Resten der Regionalsprache entwickelt hat. Es ist eine wohlklingende, aber für einen Nicht-Ladiner wohl kaum verständliche Sprache, reich an einzigartigen Lauten und Lautkombinationen. Bei Pontives (ca. 7 km östlich von Waidbruck) beginnt der ladinische Teil Südtirols – Ladinisch wird weiters im benachbarten Gadertal, im Trientner Fassatal, im Ampezzaner Gebiet sowie im Schweizer Graubünden gesprochen. Die Ladiner, die mit ca. vier Prozent die kleinste ethnische Gruppe Südtirols darstellen, halten stark an ihren Traditionen und ihrer durch mündliche Überlieferung von Generation zu Generation getragenen rätoromanischen Sprache fest und pflegen sie auch dementsprechend im Schulunterricht, regelmäßigen Publikationen, Fernseh- und Radiosendungen.

Reliktsprache Europas,

Das Ladinische ist heute stark von Überfremdung bedroht. Trotzdem ist bewiesen, dass die Fähigkeit, als Ladiner zu empfinden, als Ladiner zu denken und zu fühlen, im Großteil der Bevölkerung noch lebendig ist. Als Volkshymne, zumindest der Ladiner Grödens, gilt nach wie vor das Lied „Gherdëina, Gherdëina“, dessen letzte Strophe folgendermaßen ausklingt:

Gherdëina, Gherdëina,
de l’oma si rujné
rejona, rejona
y no te l dejmincé!
Gröden, Gröden,
die Sprache der Mutter
sprich, sprich
und vergiss sie nicht!


   
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