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Gröden Allgemeines |
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Lage,
Spricht
man von Gröden, so meint man vielmehr das Grödner Tal
(ital. Val Gardena, lad. Gherdëina). Dieses knapp 30 km lange
Tal zweigt unweit südlich von Klausen (bei Waidbruck) östlich
vom Eisacktal ab. Die wichtigsten Ortschaften des Tales sind St.
Ulrich, St. Christina und Wolkenstein.
Gröden ist Inbegriff der landschaftlichen Schönheit der
Dolomiten, die geprägt wird vom hoch aufragenden Langkofel
(3.181 m) und dem monumentalen Block der Sellagruppe und somit erklärtes
Ziel von Wanderungen und Hochgebirgstouren ist. Vor allem ist das
Tal aber an seinem Ende nicht zu Ende: Sowohl über das Grödner
Joch als auch über das Sellajoch führen die Straßen
weiter in das faszinierende Zentrum der Dolomiten, wo man sich rings
von den absonderlichsten und eindrucksvollsten Felsformationen wie
Wänden, Scharten und Türmen umgeben sieht.
Heute ist das Grödner Tal ein weltberühmtes Wintersportgebiet,
das nicht nur von Skifahrern mit höchsten Ansprüchen besonders
geschätzt und frequentiert ist.
Ladinisch,
die dritte Landessprache,
Aufgrund der einstmaligen Abgeschiedenheit des Grödner Tales
hat sich eine eigene Sprache erhalten, das Ladinische, einer rätoromanischen
Sprache, die sich nach der Romanisierung des Gebiets aus dem Vulgärlatein
und aus Resten der Regionalsprache entwickelt hat. Es ist eine wohlklingende,
aber für einen Nicht-Ladiner wohl kaum verständliche Sprache,
reich an einzigartigen Lauten und Lautkombinationen. Bei Pontives
(ca. 7 km östlich von Waidbruck) beginnt der ladinische Teil
Südtirols – Ladinisch wird weiters im benachbarten Gadertal,
im Trientner Fassatal, im Ampezzaner Gebiet sowie im Schweizer Graubünden
gesprochen. Die Ladiner, die mit ca. vier Prozent die kleinste ethnische
Gruppe Südtirols darstellen, halten stark an ihren Traditionen
und ihrer durch mündliche Überlieferung von Generation
zu Generation getragenen rätoromanischen Sprache fest und pflegen
sie auch dementsprechend im Schulunterricht, regelmäßigen
Publikationen, Fernseh- und Radiosendungen.
Reliktsprache Europas,
Das Ladinische ist heute stark von Überfremdung bedroht. Trotzdem
ist bewiesen, dass die Fähigkeit, als Ladiner zu empfinden,
als Ladiner zu denken und zu fühlen, im Großteil der
Bevölkerung noch lebendig ist. Als Volkshymne, zumindest der
Ladiner Grödens, gilt nach wie vor das Lied „Gherdëina,
Gherdëina“, dessen letzte Strophe folgendermaßen
ausklingt:
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Gherdëina, Gherdëina,
de l’oma si rujné
rejona, rejona
y no te l dejmincé!
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Gröden, Gröden,
die Sprache der Mutter
sprich, sprich
und vergiss sie nicht! |
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